Depression beeinflusst das Erinnerungsvermögen

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Warum Depression schlecht für das Gehirn ist

Depression ist mittlerweile, wie auch das sogenannte Burnout-Syndrom, eine Volkskrankheit. Die WHO (World Health Organisation) geht davon aus, dass weltweit 350 Millionen  Menschen betroffen sind – Tendenz steigend.

Obwohl Depression mittlerweile als Krankheit akzeptiert wird,  gehen bis heute viele Menschen davon aus, dass es sich um eine Modekrankheit handelt.  Aussagen wie  “lach doch mal”  oder “reiß dich halt mal zusammen”, sind noch immer keine Seltenheit.

Depression und andere seelische Krankheiten sind auch für Arbeitgeber ein Problem, da die Anzahl von Krankmeldungen aufgrund von depressiven Zuständen kontinuierlich ansteigt. Vor allem chronische Depression ist ein ernstzunehmender Gesundheitszustand. Depressive Menschen leiden, und sind häufig nicht in der Lage den Anforderungen am Arbeitsplatz, in der Schule, oder in Beziehungen nachzukommen.

Obwohl es Behandlungsmöglichkeiten gibt – zu den effektivsten zählen übrigens Achtsamkeitsübungen und Meditation (das zwanzig-minütige Video gibt Aufschluss darüber, warum Meditation und Achtsamkeit machtvolle Instrumente im Kampf gegen Depression sind) – erhalten in vielen Ländern weniger als 10 % depressiver Menschen eine geeignete Behandlung.

Einer der Gründe hierfür ist die mangelnde Ausbildung vieler Gesundheitsanbieter, aber vor allem auch das soziale Stigma das mit dem Thema assoziiert wird. Eine weitere Ursache ist, dass die Diagnose von Depressionen nicht ganz einfach ist. Oftmals wird Menschen auch Antidepressiva verschrieben, die nichts an der Ursache ändern.

Wie Depression das Erinnerungsvermögen beeinflusst

Depression beeinträchtigt alle Regionen des Gehirns, von Entscheidungsfindung über Zukunftsplanung bis hin zum Erinnerungsvermögen.

Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen Depression und Erinnerungsvermögen in der Hoffnung untersucht, dass sie dadurch Lösungsansätze finden.

Es könnte mehrere Faktoren geben  die dazu führen, dass Depression unser Erinnerungsvermögen beeinträchtigt, inklusive negativer Gedanken, mangelnder Konzentration, zu niedrige Serotonin-Level und unsere Stimmung.

Negative Gedanken nehmen überhand

Negative Gedanken sind eine häufige Begleiterscheinung, unter der Betroffene extrem leiden.  Falls Sie das Video geguckt haben, wissen Sie bereits, warum es schwer ist, diese negative Gedankenspirale abzustellen; und wie intrusiv und überwältigend diese kontraproduktiven Gedanken sind.

Auch das Zentrum für Gehirngesundheit der Universität von Texas hat unlängst eine Studie durchgeführt, die zu der Erkenntnis kommt, dass depressive Menschen häufig Probleme haben, einen Gedankengang bis zu Ende zu denken.

Konzentration:

Die negativen Gedanken, die üblicherweise das Gehirn einer depressiven Person übernehmen, können unfassbar ablenkend sein. Depressive Menschen können sich häufig nur schwer konzentrieren. Die Konsequenz kann die Verschlechterung der Qualität von Beziehungen sein; Menschen können das Verhalten einer depressiven Person als Desinteresse interpretieren.

Die mangelnde Konzentrationsfähigkeit kann auch dazu führen, dass eine depressive Person sich schwer an Details (z. B. Informationen die betreffend eine Aufgabe mitgeteilt wurden) erinnern kann, was zu einer höheren Fehlerquote führt.

Im druckvollen Arbeitsalltag, geht dem einen oder anderen mal die Empathie verloren, so dass Probleme vorprogrammiert sind.

Serotonin:

Menschen die unter Depressionen leiden haben generell reduzierte Serotonin Level. Serotonin ist ein Botenstoff, der für die Regulierung des Blutflusses zu unseren Gehirnzellen verantwortlich ist.

Bei depressiven Menschen kann man eine reduzierte die Hirnaktivität im Frontallappen feststellen, der sich hinter der Stirn befindet. Der Frontallappen ist auch für das Speichern von Erinnerungen zuständig. Das bestätigt, dass es eine Verbindung zwischen Depression und verringerter Erinnerungsfähigkeit gibt.

Bildgebende  Medizintechnik macht es möglich indirekt den  Blutfluss zum Gehirn zu überwachen.

Stimmung:

Unsere Stimmung beeinflusst was wir speichern. Wenn wir fröhlich sind speichern wir fröhliche Ereignisse, und wenn wir traurig sind erinnern wir uns an traurige Vorkommnisse. Eine depressive Person erinnert sich üblicherweise hauptsächlich an negative und trauriger Erfahrungen.

Das ist ein Teufelskreis, da diese negative Sicht auf das Leben wiederum Depression fördert. An positive Ereignisse können sich einige Betroffene nur mangelhaft erinnern, was faktisch eine Erinnerungsstörung ist.

Lösungsansatz

Naheliegenderweise ist der erste Schritt diese Störung des Erinnerungsvermögens zu beseitigen die Depression zu behandeln. Depression lässt sich sehr gut behandeln, mittels verschiedener Methoden, wovon Achtsamkeitsübungen und Meditationen nicht nur mit die stärksten  sondern auch nebenwirkungsfrei sind. Leider verschreiben Ärzte viel zu häufig Medikamente.

Ich bin überzeugt davon,  dass unser Körper immer einen Weg finden wird uns mitzuteilen wenn ihn etwas stört. Wenn er uns also durch eine Krankheit zu verstehen gibt, dass wir Änderungen vornehmen sollen, und wir unterdrücken dies medikamentös, wird der Körper einen anderen Weg finden sich Gehör zu verschaffen.

Persönlich bin ich der Ansicht dass, außer vielleicht im Fall von akuter Selbstmordgefahr, Medikamente die falsche Lösung sind. Von den Nebenwirkungen einmal ganz abgesehen. Aus rechtlichen Gründen, möchte ich aber nichts gesagt haben …

Erinnerungsvermögen kann regeneriert werden

Finnische Forscher haben kürzlich eine Studie durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, dass die Behandlung von Depressionen auch das Erinnerungsvermögen verbessert.

Bei dieser Studie wurden 174 Erwachsene die unter starken Depressionen leiden  untersucht. Zu Beginn der Studie schnitten alle relativ schlecht bei den Tests ab. Innerhalb von sechs Monaten wurden die Patienten behandelt und dann erneut getestet.

Die Verbesserung des Erinnerungsvermögens verlief relational zum Grad in dem die Depression abnahm.

Die gute Nachricht ist, dass die Erinnerungsfunktion  wiederhergestellt werden kann.  Während Depression diese beeinträchtigt, handelt es sich dabei nur um einen temporären Zustand.

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